Kurse 2011

1. Stimmt’s im Chor, stimmt auch die Stimmung!

Stimmungstrüber und -aufheller im Choralltag

Beat Schäfer, Kantor

Für eine gute, reine Intonation müssen Körper und Geist „in Balance“ sein. Was für die musikalische Stimmung gilt, hat auch seine Gültigkeit für einen lebendigen, mitreissenden Chorauftritt insgesamt. Ängste, Unterforderungen, Überforderungen, stiller Widerstand, überschwänglicher Enthusiasmus, Unzuverlässigkeit, Verlust eines gemeinsamen Zieles u.a.m. können die Entwicklung eines Chores behindern oder gar verhindern. Das muss nicht sein. Wir betrachten das dynamische Viereck „SängerIn – Chorvorstand – DirigentIn – Auftrag“ und machen uns auf die Suche nach Reinigungsmethoden und Schmiermittel, damit die einsetzende Verstaubung behoben und eine Einrostung verhindert werden kann.

2. Und wie singt der innere Chor?

Selbstbewusst statt Burnout

Pascal Mösli, Theologe und Supervisor MAS

Wenn wir uns selbst genau zuhören, vernehmen wir in uns drin oft mehr als eine Stimme. Besonders in Stresssituationen sind wir konfrontiert mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Stimmungen, Aufforderungen… Da gibt es innere Polizisten, Lehrerinnen und Randständige – aber auch verletzte Kinder und Medizinmänner. Der Kommunikationstheoretiker Schulz von Thun hat dafür das Bild vom inneren Team entwickelt. Wenn das innere Team nicht zusammenarbeiten kann, ist das Resultat dasselbe wie bei einem Chor, der nicht harmonisch singt: Frustration, Enttäuschung, Burn-out. Der Anfang einer guten, inneren Zusammenarbeit besteht darin, dass man seine Stimmen kennt und ihre Beiträge wertschätzt. Der Workshop bietet einige Anregungen, wie man spielerisch und bewusst mit sich selbst unterwegs sein kann.

3. Tanzen und Sein ist dasselbe

Werkeinführung in die „Trois Danses“ von Jehan Alain

Tobias Willi, Organist

“Mein wichtigstes Werk und wohl jenes, das mir am meisten bedeutet”, so schrieb Jehan Alain (1911-1940) knapp ein Jahr vor seinem Kriegs-Tod über seine “Trois Danses”. In seinem dreiteiligen Zyklus, pendelnd zwischen Ekstase und Kontemplation, zwischen überschäumender Spielfreude und abgründiger Verzweiflung, sinnt der Komponist über die Grundlagen menschlicher Existenz nach, denn “Tanz kann übersetzen, was ein Wort nicht ohne Brutalität auszudrücken vermag”. Passend zum 100. Geburtstag von Jehan Alain lädt der Workshop zu einer Entdeckungsreise rund um eines der zentralen Orgelwerke des 20. Jahrhunderts ein. 

4. Vogelkunde für Messiaeninterpreten

Stefan Heller, Umweltnaturwissenschaftler

Kein anderer Komponist hat sich intensiver mit dem Gesang der Vögel beschäftigt als Olivier Messiaen. Selber ausgezeichneter Ornithologe mit Kenntnissen hunderter Vogelarten, hat er Vogelstimmen in seine Werke eingebaut und vielen Vögeln eigene Stücke gewidmet. Wie „naturalistisch“ sind diese Stücke und wie sind sie zu spielen? Ein Beitrag zur kirchenmusikalischen Vogelkunde.

5. Singen und Klingen in der Kirche

Wie animiere ich Menschen zum Singen?

Hansueli Bamert, Kantor

6. Werben für Anfänger und Fortgeschrittene

Martin Rohr, Austellungsmacher

7. VOLL POSITIV!

Wie eine Kirchgemeinde zur Anschaffung einer Truhenorgel motiviert werden kann

David Schenk, Organist

Die reformierte Kirche Oberrieden verfügt seit Juli 2010 über eine neue Truhenorgel im Chorraum. Nachdem der Kauf dieses Instruments ziemlich umstritten war, sind heute die Meinungen dazu in der Gemeinde durchwegs positiv.
In diesem Workshop erfahren Sie einige allgemeine wie auch konkrete Hinweise und Tipps, welche hilfreich sein können, um eine Kirchgemeinde von einer grösseren Anschaffung zu überzeugen.

8. Choralbegleitung

Diskothek im Paulus

Roland Wächter, Musikredaktor DRS 2 und Gäste

Den Gemeindegesang auf der Orgel begleiten – für OrganistInnen doch wohl das Einfachste auf der Welt! Oder doch nicht? Eine Ludothek – als Variante zur Diskothek im Zwei – gibt einigen Willigen Gelegenheit, sich konkret an Ort und Stelle mit den Möglichkeiten und Stolpersteinen der Choralbegleitung zu beschäftigen – unter kritischer Beobachtung von Fachleuten und dem singfreudigen Publikum.

9. Sydefädeli – Singen mit älteren Menschen

Karl Scheuber, Chorleiter

Kurse 2010

1. Vom Amt zum Unternehmer – Die künftige Personalverordnung

„Der reine Sonntagsorganist – eine aussterbende Spezies“

Ursula Jaggi, Organistin und Präsidentin ZKMV

Eine Sicht auf Veränderungen in Amtsverständnis, Anstellungsbedingungen, Wirkungsfeldern, mit Blick auch auf die neue Kirchenordnung und Personalverordnung.

2. Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit in Gemeinde und Kanton

Ulrich Meldau, Kantor und Organist

3. Zusammenarbeit aus der Sicht einer Pfarrperson

Theo Haupt, Pfarrer

4. Gute Presse – Journalismus in eigener Sache

Gabriela Schöb, Kantorin und Journalistin

Du bist gerade mit der Einstudierung eines grossen Werks beschäftigt, möchtest möglichst viel Zeit fürs üben und das musikalische Studium aufwenden und nun sollte unter Termindruck auch noch eine Konzertankündigung oder der Text fürs Programmheft verfasst werden. Das hat Dir gerade noch gefehlt. Mit ein paar Tips und Tricks aus der Praxis verliert auch die journalistische Arbeit ihren Schrecken und wer weiss, vielleicht freust Du Dich beim nächsten Mal schon drauf.

5. Ein sauberer Abgang – auch deine Pension rückt näher

Christoph Wartenweiler, Organist und Kantor

6. Bewerbungen – schreiben und beurteilen

Michael Eidenbenz, Organist und Departementsleiter Musik ZHdK
„Musiker sind nicht eitel – sie bestehen aus Eitelkeit“ (Kurt Tucholsky)

Wo die Selbstdarstellung zum Beruf gehört, kann sie zum Problem werden, wenn es nicht um die künstlerische, sondern um die sachliche Präsentation der eigenen Person geht: Bei der Stellenbewerbung beispielsweise. Was interessiert Personalverantwortliche und Anstellungsbehörden? Wie präsentiere ich mich erfolgreich? – Einige Anregungen im Workshop.

7. Jugendliche quälen – eine Anleitung

Eugenio Giovine, Kantor und Organist

8. Vom Umgang mit Orchestermusikern

Nicolas Plain, Kantor und Dirigent

“Wir haben ein ganzes Jahr im Chor geübt und an Details gefeilt, aber mit dem Orchester ist das gar nicht hörbar”: Wenn Chor und Orchester zusammen musizieren, ist dies eine wahre Fundgrube von Missverständnissen und oft auch Unwissen über die jeweils andere Gruppe. Dieser Workshop hat eine optimale musikalische, organisatorische und mentale Vorbereitung von Chören und deren Leitung zum Ziel. Speziell im Fokus: “Wie sag’ ich’s dem Orchester, wenn…?”

9. Variationen über einen Genfer Psalm – eine Werkeinführung

Werkvorstellung  und Anleitung zur Improvisation mit dem Werk „Variations sur un psaume Huguenot“ von André Isoir

Andreas Jost, Organist und Dozent ZHdK

1974 gewann André Isoir den ersten Preis am Kompositionswettbewerb der „Amis de l’Orgue“ mit seinem op. 1 „Variations sur un psaume Huguenot“. Früher Preisträger waren etwa Maurice Duruflé (Prélude, Adagio et Choral varié) oder Jehan Alain (Suite). Das Werk für Orgel kann konzertant oder im Gottesdienst aufgeführt werden. Mit Hilfe der Analyse der im Werk verwendeten verschiedenen Kompositionstechniken, Satzarten und Registriervorschlägen, versuchen wir, kleine Improvisationsmuster für den liturgischen Gebrauch daraus abzuleiten.

10. Inputs für Rise up-Begleitungen am Klavier

Risch Biert, Dozent ZHdK

Ein Einstieg für InteressentInnen mit geringen Kenntnissen im Bereich der Popularmusik. Kennenlernen einiger Beispiele, Anregungen und Ideen, Literatur. Aktives Mitwirken ist erwünscht.

Referenten 2010 und 2011

Beat Schäfer, Kantor

Beat Schäfer, *1955, Primarlehrerpatent, Lehrdiplom Klavier, Kantor und Schulmusiker. Seit dem 18. Lebensjahr leitet er Chöre, u.a. 14 Jahre als Schulmusiker an der Kantonsschule Hohe Promenade und 17 Jahre als Leiter der Kantorei Meilen (mit 8 Chören, inkl. Singschule). 1994 Leiter der Kantorenschule Zürich, 1999 Studienleiter Kirchenmusik an der HMT, seit 2007 Leiter Chor – Orgel – Kirchenmusik an der ZHdK.

Pascal Mösli, Theologe und Supervisor MAS

Studium der Theologie in Bern und Madurai (Indien), Weiterbildung als Supervisor und Coach am IAP (Institut für angewandte Psychologie in Zürich). Tätigkeiten als Radiojournalist in Bern, als Pfarrer in Thun, als Verantwortlicher in einem kirchlichen Bildungshaus in Zürich sowie als Gründungsmitglied der Geschäftsleitung einer Organisation im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung in Bern. 

Seit 20 Jahren selbständige Tätigkeit als Berater, Dozent und Projektleiter für Organisationen vornehmlich in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Kirche. Seit 4 Jahren zudem Co-Leiter der Seelsorge am Inselspital in Bern.

Tobias Willi, Organist

Tobias Willi (*1976) studierte von 1997 bis 2003 an der Hochschule für Musik Basel mit den Hauptfächern Orgel bei Guy Bovet (Lehr- und Solistendiplom mit Auszeichnung) und Klavier bei Heinz Börlin und Jürg Wyttenbach (Lehrdiplom mit Auszeichnung). Vom Herbst 2003 bis im Sommer 2005 setzte er sein Studium im Rahmen eines „Cycle de Perfectionnement“ am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris (CNSMDP) in der Orgelklasse von Olivier Latry und Michel Bouvard fort. 

Seit dem 1.1. 2007 ist Tobias Willi als Hauptorganist der ref. Kirchgemeinde Pfäffikon ZH tätig. Daneben konzertiert er als Orgelsolist im In- und Ausland, betätigt sich jedoch auch als Klavierbegleiter, in verschiedenen Duo-Besetzungen, mit Chören und mit Orchestern; Auftritte im Rahmen renommierter Konzertzyklen und Festivals (Lucerne Festival 2004, Festival di Magadino 2003, Toulouse-les-Orgues 2004, Festival „Présences“ 2005 in Paris, Printemps de Bourges 2005, Festival di Treviso 2006, Notre-Dame de Paris…). Die französische Musik des 19. bis 21. Jahrhunderts bildet einen Schwerpunkt seines Wirkens, das aber auch verschiedene Uraufführungen (Jean-Pierre Leguay, Michel Roth, Raphaël Gogniat u.a.), Improvisation oder das vierhändige Orgelspiel umfasst. Als „Duo Iridolon“ tritt Tobias Willi regelmässig mit dem Wiener Saxophonisten Lars Mlekusch auf.

Seit dem Frühlingssemester 2010 unterrichtet Tobias Willi als Dozent für Orgel und Improvisation / liturgisches Orgelspiel an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Gleichzeitig engagiert er sich im Vorstand der Association Jehan Alain (Romainmôtier), im Beirat des Werner Wehrli-Fonds (Aarau) und bei den Musikalischen Begegnungen Lenzburg. Im Sommer 2000 war Tobias Willi Finalist am internationalen Orgelwettbewerb von Chartres (F); im Juni 2003 wurde ihm der “Hans Balmer-Preis“ des Basler Organistenverbandes verliehen.

www.tobiaswilli.ch

Stefan Heller, Umweltnaturwissenschaftler

Stefan Heller (*1972) studierte an der ETH Zürich Umweltnaturwissenschaften mit Fachvertiefung Biologie. Seit 1998 ist er Leiter des SVS-Naturschutzzentrums Neeracherried im Zürcher Unterland – einem Feuchtgebiet, wo sich Vögel wie die Nachtigall bestens beobachten oder erlauschen lassen. Dort ist er vor allem in den Bereichen Umweltbildung und Naturschutz tätig. Sein Spezialgebiet ist die Ornithologie. An Kursen für Laien und Fortgeschrittene vermittelt er seit 12 Jahren die Geheimnisse von Vogelkunde und Vogelgesang. Dass er nicht Cellist wurde, führt er unter anderem darauf zurück, dass ihm die nötige Selbstdisziplin für stundenlanges Üben fehlte. So spielte er halt in der Freizeit mit dem Quartett «Olebiskwi» halb oder ganz freie Musik, pflegt aber seit bald zwanzig Jahren auch den Umgang mit seriöser Musik im Rahmen eines Klavierquartetts. Damit er neben seinen beruflichen und familiären Verpflichtungen musikalisch nicht aus dem Tritt kommt, lässt er sich immer wieder für Produktionen im Schnittbereich von Musik, Kabarett und Wissenschaft einspannen, so für Diplomfeiern, Hochzeiten, Wohnungsabdankungen, Geburtstage und Kirchenmusiktage. Im Jahr 2010 Auftritt als Prof. Vögeli im Rahmen der Produktion «Mehr als nur Gezwitscher» – einem kabarettistisch-musikalisch-ornithologischen Programm zusammen mit der Musikschule Dielsdorf ZH.

www.birdlife.ch

Hansueli Bamert, Kantor

geboren 1962,  in Wangen SZ aufgewachsen 
erste musikalische Erfahrungen als Ländler- und Tanzmusiker in Kinder- und Jugendjahren
als 15-Jähriger erster Orgelunterricht bei Urs Werner Haubold und Rolf Wäger
nach der Matura im Kollegium Nuolen Studien an der Musikhochschule Zürich: Orgel bei Dr. Bernhard Billeter (Lehr- und Konzertdiplom), Schulmusik und Chorleitung (Kantorenschule bei Beat Schäfer)
1980 – 1993 Kirchenmusiker in Siebnen SZ
seit 1993 Musiklehrer an der K+S Kantonsschule MNG Rämibühl, Zürich
seit 1993 Organist an der Kirche St. Peter und Paul, Winterthur und seit 1996 auch Leiter der Chöre (Kinder-, Jugend-, Kirchenchor)
 

Martin Rohr, Austellungsmacher

www.schmauderrohr.ch

David Schenk, Organist

David Schenk studierte Orgel bei Rudolf Meyer an der Musikhochschule Winterthur und Romanistik in Zürich und Genf. Er war 17 Jahre Organist in den evang.-ref. Kirchgemeinden Rebstein und Diepoldsau-Widnau-Kriessern und ist seit 2006 Kirchenmusiker in Oberrieden.

Roland Wächter, Musikredaktor DRS 2

Roland Wächter machte erste musikalische Erfahrungen als Sängerknabe der Stiftsschule Einsiedeln; er studierte Germanistik und Anglistik. Seit 1984 ist er Musikredaktor bei Schweizer Radio DRS 2, ab 1995 war er für 10 Jahre auch Redaktionsleiter „Musikjournalismus“ und wurde 2010 Musikproduzent im Studio Zürich. Er ist der Autor von zahlreichen Interviews, Komponisten- und Interpretenporträts, CD- und Konzertkritiken.

 

 

Karl Scheuber, Chorleiter

Karl Scheuber war über lange Jahre Lehrer an der Kantonsschule Küsnacht und Studienbereichsleiter für Schul- und Kirchenmusik, Dirigieren an der jetzigen ZHdK. Heute ist er Präsident der Alumniorganisation netzhdk der ZhdK. 

Über all die Jahre hat er viele Chorformationen geleitet, darunter während mehr als 30 Jahren Zeit den Singkreis der Engadiner Kantorei. Er war auch Leiter und Co-Leiter des Musikpodiums der Stadt Zürich.

Zur Zeit dirigiert er den schmaz – schwuler männerchor zürich, das Vokalensemble Cantapella, den Chor des Altersheims Sydefädeli sowie den Psychor. Er wird auch die nächsten Projekte des Vokalensembles „Consonans“ leiten. Er macht Coachings in Chorleitung und für Organisationen. Immer wieder stellt er sich für Projekte mit Neuerer Musik und/oder mit musiktheatralischer Arbeit zur Verfügung. Sein Interesse gilt wieder vermehrt der chorisch-musikalischen  Basisarbeit auf allen Alterstufen, er ist Kantonaldirigent des Zürcher Kantonalen Gesangvereins.
 

Riesch Biert

Der Bündner Pianist Risch Biert (geb. 1960 in Chur) studierte am Konservatorium Zürich (Lehrdiplom bei Jürg von Vintschger) und an der Musikhochschule München (Konzertausbildung, Meisterklasse bei Klaus Schilde). Es folgten Meisterkurse und Privatunterricht bei Irwin Gage (Liedbegleitung), Warren Thew (Schüler von Claudio Arrau) und Sergiu Celibidache (Kurse am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Mainz). Risch Biert erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen: Studienpreis des Migros-Genossenschafts-Bundes, Kiwanis Musikpreis, Concours Piano 80 (Winterthur 1988), Förderpreis der Bündner Regierung sowie 1999 den Rätoromanischen Radio- und Fernsehpreis.

http://risch-biert.ch/

Michael Eidenbenz

Michael Eidenbenz, *1962, ist Organist, wirkte während 17 Jahren als Musikpublizist (u.a. für den Tages-Anzeiger, 2000-2002 Chefredaktor „Dissonanz“) und ist seit 2007 als Direktor des Departements Musik der ZHdK regelmässig mit Bewerbungssituationen konfrontiert. 

Daniel Fueter

1949 in Zürich geboren, Klavierstudium an Konservatorium und Musikhochschule Zürich, Lehr- und Konzertdiplom. Seit 1973 musikpädagogisch und administrativ in verschiedenen Funktionen tätig (unter anderem 2003 bis 2007 Rektor der Hochschule Musik und Theater Zürich, 2006 bis 2008 Präsident von Suisseculture). Die kompositorische Tätigkeit umfasst musiktheatralische Werke und Bühnenmusiken, konzertante Vokalkompositionen und Kammermusik. Daniel Fueter tritt als Liedbegleiter auf und unterrichtet Liedgestaltung am Departement Musik der Zürcher Hochschule der Künste und in Meisterklassen in Europa. Ehrendoktor der Musikakademie Gheorgiu Dima der Universität Klausenburg, Ehrensenator der Musikhochschule Karlsruhe, Träger der „Hans-Georg Nägeli-Medaille“ für Kulturvermittlung der Stadt Zürich. Vater von zwei Töchtern, Grossvater einer Enkelin und eines Enkels. Verheiratet mit der Pianistin Eriko Kagawa.

Eugenio Giovine

Eugenio Giovine ist 1974 in Genua (I) geboren. 1989 hat er sein Orgelstudium am Konservatorium „A. Vivaldi“ in Alessandria (I) begonnen, wo er unter der Leitung von Letizia Romiti das Studium mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Zusätzlich studierte er Komposition bei Antonio Galanti, sowie Cembalo bei Andrea Coen. Er hat internationale Kurse unter der Leitung von bedeutenden Organisten, unter anderem René Saorgin, Adalberto Martinez Solaesa und Reinhard Jaud, besucht. In Zürich absolvierte er ab 2001 zum einen ein Orgelstudium bei Peter Reicher und Stefan Johannes Bleicher an der Musikhochschule und zum anderen die Kantorenschule bei Beat Schäfer. Nach dem Abschluss dieser beiden Ausbildungen im Jahre 2006 bildete er sich während drei Semestern im Bereich Jazz und Pop an der Jazz-Schule in Zürich weiter, wodurch er auch dieser Leidenschaft gerecht werden konnte. Zur Zeit arbeitet er als Organist in der Zwinglikirche in Zürich, als Chorleiter in Meilen und als Kantor in Winterthur Wülflingen.

Theo Haupt

 

Ursula Jaggi

Ursula Jaggi studierte Orgel an der Musikhochschule Winterthur bei Rudolf Meyer und an Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern bei Monika Henking, wo sie 1991 mit dem Konzertreifediplom mit Auszeichnung abschloss. Das Lehrdiplom für Klavier erlangte sie bei Hans Rudolf Boller in Winterthur. Kurse u.a. bei Harald Vogel und L.F.Tagliavini ergänzten ihre Ausbildung. Seit ihrer Ausbildungszeit betätigt sie sich auch als Chorleiterin, u.a. als Assistentin beim Stadtsängerverein St.Gallen. Sie hat breite Unterrichtserfahrung als Klavierlehrerin an der Musikschule Flawil, als Assistentin an der Orgelklasse der Musikhochschule Winterthur Zürich, beim SMPV und als Dozentin an der Orgel Teilzeit-Ausbildung der Musikhochschule Zürich. Sie konzertiert regelmässig auf Orgel und Cembalo. Seit 1994 ist sie Organistin an der Stadtkirche Winterthur.

Andreas Jost

Andreas Jost studierte Orgel bei Rudolf Meyer, Ludger Lohmann (Solistenexamen), Naji Hakim, David Sanger und Pater Theo Flury (Improvisation). Von 1998-2007 war er Organist der Reformierten Kirchgemeinde Stäfa, dort mitunter Initiant und künstlerischer Leiter der Reihe Bach im Herbst, einer Konzertreihe in Zusammenarbeit mit der Lesegesellschaft Stäfa und der Kinderkonzerte. Daneben entfaltet er eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland und macht Rundfunkaufnahmen. An verschiedenen Wettbewerben erhielt er Preise, u.a. den ersten Preis am Internationalen Orgel-Interpretations-Wettbewerb Nürnberg sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Auftragswerks des «Siemens Arts Program» zugesprochen. Andreas Jost ist Organist am Grossmünster Zürich und Hauptfach-Dozent an der Hochschule für Musik und Theater Zürich.

Ulrich Meldau

 

Nicolas Plain

Nicolas Plain wurde 1971 geboren. Er studierte Oboe bei Louise Pellerin und Peter Fuchs. Heute ist er Mitglied des Orchesters „Camerata Cantabile“ und der Ensembles „Quattro Colori“ und „Die Taschensymphoniker“. Als Dirigent arbeitet Nicolas Plain mit Chören in Pfäffikon ZH, Uster und im Furttal zusammen. Sein Kantorenstudium absolvierte er bei Beat Schäfer und Karl Scheuber an der Musikhochschule Zürich. Im Jahr 1997 wurde Nicolas Plain Kantor der reformierten Kirchgemeinde Pfäffikon. Er pflegt ein breites Repertoire von der Renaissance über die grossen Chorwerke mit Orchester bis zur modernen Unterhaltungsmusik. Für Kinder hat er bisher fünf Musicals geschrieben. In Pfäffikon leitet er die Singgemeinde, drei Kindersinggruppen, den e-motion-Chor, den Musikkreis und die alle zwei Jahre stattfindenden Gospelprojekte. Er wirkt bei der Leitung des „Ten Sing Pfäffikersee“ mit und engagiert sich in der Bandarbeit.

Gabriela Schöb

Gabriela Schöb studierte Musikwissenschaft, arbeitete als Schulmusikerin und hat ein Chorleitungsstudium an der Kantorenschule in Zürich (Hochschule für Musik und Theater) gemacht. Sie arbeitet als Chorleiterin und Kantorin an der reformierten Kirche und Musikschule in Thalwil. Als freie Journalistin war und ist sie tätig für den Tages-Anzeiger, DRS 2 und die NZZ.

 

Christoph Wartenweiler

Noch 100 Tage

Wir sind sehr stolz auf unseren diesjährigen Gast am Kirchenmusiktag:

Jürg Kienberger

Der Musiker, Schauspieler, Komponist und Tausendsassa ist zur Zeit mit seinem Soloprogramm „Ich biene – ergo summ“ auf der Bühne zu sehen. Er wird heuer im Opernhaus Zürich zu sehen und zu hören sein und gewinnt einen Ehrenstier in Salzburg. Und am 22. Juni ist er bei uns!

www.kirchenmusiktag.ch

Stimmen zum Kirchenmusiktag 2011

Vom witzig-gekonnten Auftakt des Duo Calva bis zu den Referaten – Viel Interessantes aus der Praxis und brauchbar um die eigene Praxis zu überdenken – und der wertvolle Austausch mit Kolleg/innen… Ein lohnenswerter Tag
Doris Engel, Obergoldbach BE

 

Breites Themenfeld – Überraschendes – nachdenklich Stimmendes – Berührendes – Unterhaltsames – Sorgfältiges – Mutiges – Bereicherndes – schönes Zusammensein
Gabriela Schöb, Thalwil

Wissen Sie, wie die Singdrossel singt ? Seit dem letzten Kirchenmusiktag in Zürich weiss ich es ! Farbig, lustvoll, beeindruckend und virtuos waren die Orgelklänge und absolut professionell die Referate. In jeder Beziehung ein Ohrenschmaus !
Erika Burki, Organistin in Selzach

Wunderbar, wie gewinnbringend der Austausch unter uns Kirchenmusikern ist; ein Ereignis, welches das Klischee von der „komplizierten Künstlernatur“ Lügen straft. Und wenn schon Diva-Gehabe, dann hat die eröffnende Kabarett-Nummer dies liebevoll und virtuos aufs Korn genommen. Allen Organisierenden und Teilnehmenden ein grosses Danke; nur weiter so!
Andreas Wildi, Zürich Fluntern

Der ZKMV-Kirchenmusiktag 2011: Aktuelles, Grundsätzliches, Unterhaltsames, Ausgefallenes und Innovatives sowie Zeit zum persönlichen Austausch – alles gut portioniert und präsentiert! Was will man mehr? Gratulation für die ausgezeichnete Organisation. Ich freue mich schon auf den Kirchenmusiktag 2012.
Beat Schäfer, Meilen

Der Workshop über Messiaen und Ornithologie war für mich ein absoluter Höhepunkt, obwohl (oder weil?) ich kein Organist bin. Ferner haben mich die sehr persönlichen Statements aus dem Berufsleben berührt (v.a. Karl Scheuber und Hansueli Bamert). Herzlichen Dank für die Organisation!
Theo Handschin, Greifensee

Zurücklehnen, geniessen und herzhaft lachen – beim Duo calva; aufrecht und gespannt zuhören – den verschiedenen Berichten; dazulernen – Vogel-Orgelkundliches (die Nachtigall singt ja gar nicht so besonders schön!); berührt werden – vom Auftritt der Sydefädeli-Sängerinnen und -Sängern; sich verstanden fühlen – was läuft hinter den Gesichtern/in den Köpfen in einer Chorprobe ab und wie nehme ich das wahr? Alles Themen nah am Alltag einer Musikerin und Chorleiterin. Reich beschenkt fuhr ich nach Hause, herzlichen Dank!
Christa Peyer, Gränichen